8. Mai 2016

Northland

Das Northland ist Neuseeländs nördlichste Region, ziemlich breit ist es nicht, es ist eher sehr schmal länglich langgezogen und umso mehr man in den Norden kommt, desto schöner wird es!

Erster Stop:

Ninety Mile Beach 
( 90 Meilen Strand ) 

Dieser Strand ist wohl der längste Strand den ich je in meinem Leben gesehen habe und sehen werden, insgesamt 58 Kilometer glaube ich .. und zwar einfach nur schöner weißer Strand, extrem große Wellen, wunderschöne Dünen und generell einfach nur unendlich.

Auf diesem Strand kann man mit seinem eigenen Auto langfahren, vorzugsweise natürlich mit einem Allrad, was mein Auto leider nicht hat .. Glücklicherweise war ein neuseeländischer Freund von Matze in der Nähe mit seinem Allrad Auto, so sind wir über den Strand gerast, über Klippen gefahren, in tiefen Löchern in den Felsen fast stecken geblieben, aber trotzen hat es einfach einen diesen Spaß gemacht. An solche Orte oder eine solche Aktivität zu erleben, da muss man einfach Glück haben ..
Danach haben wir uns dann aber doch noch mit meinem geliebten Toyota an den Strand getraut. 15 Kilometer sind wir den Strand langgedüst und es gab keine Probleme. War einfach nur ein unglaublich tolles Gefühl. Wahrscheinlich werde ich das nie wieder machen können, mit einem stinknormalen Auto ( Muttikarre ) .. Jedes Risiko wert!






Cape Reinga 

Das Cape Reinga ist der nördlichste Punkt Neuseeland, natürlich wieder mit einem Leuchtturm gekennzeichnet. Diesmal kamen wir zum Sonnenuntergang und diese Landschaft wurde noch einmal schöner angestrahlt als so sie so schon ist. 












Te Paki Sand Dunes - Sandboarding 

Auch ganz im Norden, am Ende des 90 Mile Beach befinden sich riesige Sanddünen, wenn man mitten drin ist, könnten man denken man befindet sich in einer Wüste, wenn da die Bäume nicht überall rundherum wären. Und was kann man bei solch tollen riesigen Sanddünen natürlich am besten machen? Man leiht sich ein Board aus und düst damit die riesigen Dünen hinunter. 
Es hat einen riesigen Spaß gemacht .. Würde das jederzeit wieder machen, wenn man nicht immer die Dünen hochlaufen müsste. Umso steiler die Düne und umso höher, desto mehr Spaß macht es, aber desto anstrengender ist es auch dort hoch zu kommen. Viele viele Videos haben wir gemacht.. viel viel Sand am ganzen Körper gehabt, aber am Ende haben wir die Sanddünen mit einem Riesen großen Grinsen auf den Wangen verlassen.












Über das gesamte Northland werde ich hoffentlich in naher Zukunft ( so fern ich die Möglichkeit habe ) auch ein Video zusammenschneiden, da eine Fahrt am 90 Meilen Strand und Sandboarding auf Videos einfach besser rüberkommt. 

Cheers, eure Sandra :) 

Kauri Park

5 Wochen sind nun vorbei, 5 Wochen arbeiten im Kauri Park, Neuseelands größter Baumschule.

Die 5 Wochen sind wirklich schnell vergangen, viel gemacht haben wir an den Wochenenden nicht mehr. Mal was mit unseren englischen Freunden, mal einfach nur gechillt um Geld zu sparen und sonst einfach in der Gegend die Strände angeguckt, weitere Glühwürmchenhöhlen entdeckt und Wasserfälle gesehen. 

Aber zur Arbeit: 
Natürlich hatten wir den ganzen Tag nur mit Pflanzen zu tun und haben so gut wie fast immer nur draußen gearbeitet, bei Wind und Wetter, auch bei Regen.. Die ersten zwei Wochen haben wir nur gepflanzt. Bis zu 200.000 kleine Pflanzen am Tag. Unzwar immer die gleiche Sorte: Teatrees .. 
Dann haben wir auch tagelang einfach nur mal Unkraut gezupft. Die letzten zwei Wochen haben sie eine neue Maschine bekommen, eine Art Roboter der selber pflanzt. Nur kommt die Machine aus Italien und hat so gut wie nie richtig funktioniert, sodass wir die ganze Zeit nachpflanzen mussten .. Nicht so toll. Generell waren es immer langweilige Jobs, den ganzen Tag das gleiche tun, die gleichen Bewegungen, Tag ein Tag aus .. Nichts spannendes. Wie ich das alles nicht in Form von 100.000 Wörtern beschreiben soll, weiß ich nicht, deswegen habe ich von unseren Arbeiten immer fleißig Videos gemacht und werde demnächst ein Video zusammenschneiden um euch das besser zeigen zu können.



7 Uhr morgens - Arbeitsbeginn ( manchmal auch 6 Uhr gewesen .. )


dumme Arbeiten .. einwrappen von Trolleys




Arbeit an der Maschine







Die beste Gruppe überhaupt! 
Rechts neben wir ein englisches Pärchen, daneben ein tschechisches Pärchen und daneben ein Südamerika - 5 Wochen Spaß pur



Aber nun heißt es: nie wieder Arbeiten in Neuseeland, nie wieder irgendwelche Backpackerjobs! Es geht ans Reisen. Noch gut 3 Wochen habe ich übrig in Neuseeland, dann geht es woanders hin, später mehr dazu.

Cheers, eure Sandra :) 

9. April 2016

Whangarei und Waipoua Forest

Nun sind wir also in Whangarei gewesen, eine wirklich niedliche kleine Stadt, welche vor allem so viel zu bieten hat. Direkt neben einem wunderschönen Wasserfall war unser Campingplatz, nachts haben wir das Wasser prasseln gehört, schön zum Einschlafen ist es auf jeden Fall gewesen.



Dann sind in Whangarei noch die Abbey Caves. Das sind Höhlen, fast mitten in der Stadt, welche öffentlich und kostenlos zugänglich sind. Aber man kann sich das nicht leicht vorstellen, ganz im Gegenteil. Insgesamt sind es 3 Höhlen und wir haben von welchen gehört, dass in der ersten Höhle das Wasser bis Hüfthöhe steht.. Dann haben wir den Eingang gesehen, wir hätten die Steine runterklettern können, aber wir wussten nicht ob wir auch wieder rauskommen, so haben wir diese Höhle gleich sein gelassen. Blieb nur noch eine übrig. Die zweite von dreien. Denn bei der dritten steht das Wasser immer so hoch, dass du dadrin schwimmen musst, ist wirklich nur was für richtige Abenteurer ! Bei der zweiten Höhle wussten wir nicht was uns erwartet .. So sind wir Felsen hinunter ins dunkle feuchte nichts geklettert - alleine. Es war Wasser in der Höhle, aber es floss. Bis zum Knie ging uns das Wasser, extrem kalt aber dafür umso klarer. Die Felsen waren außergewöhnlich geformt, es war eine Tropfsteinhöhle. Wenn man die Taschenlampe ausgemacht hat und es nun wirklich stockfinster war, dann hat man an allen Seiten Glühwürmchen gewesen - wunderschöner Anblick ! 
Leider habe ich keine Fotos, da ich für solche Aufnahme keine qualifizierte Kamera habe, aber ihr könnt euch dieses Naturschauspiel auch einfach mal vorstellen. Alleine in einer atemberaubenden Höhle, das Wasser bis zu den Knien, im Dunkeln über Felsen klettern und überall um dich herum Glühwürmchen. Wenn das kein Abenteuer ist, dann weiß ich auch nicht. Hat sich auf jeden Fall gelohnt! 



Diese Bilder habe ich von Google genommen, aber die sind dort wirklich entstanden, es sah dort so aus, damit ihr eine Vorstellung habt :) 


Nun ging es weiter Richtung Westküste zu den Kauri Parks mit ganz vielen Kauri Bäumen. Kauri Bäume sind extrem alte Bäume, welche aber auch wiederum sehr gut geschützt werden müssen. Wir haben bereits einige gesehen. Aber der wohl größte hat im Waipoua Forest auf uns gewartet. 2000 Jahre war er alt, 51 Meter hoch und 13 Meter Umfang .. ein beeindruckender Baum. Mitten im Regenwald, umgeben von Farnen, Palmen, Urwaldgewächsen und anderen tropischen Gewächsen stand er.





Übernachtet haben wir dann im Kauri Park, was wiederum auch Kiwi Zone ist, was wir Vorort aber erst festgestellt haben. Dies bedeutet, dass es dort die Kiwi Vögel in freilegender Natur gibt. Nicht in vielen Ecken Neuseeland leben diese. Damit wir die Chance auch gleich mal nutzen, haben wir also eine Nachtwanderung durch den Kauri Park gemacht. Dort standen noch mehr von den wunderschönen Kauri Bäumen, auch große. Die Kiwi Vögel sind nachtaktiv, deswegen eine Nachtwanderung und auch sehr scheu, deswegen musste man sehr sehr leise dort durchgehen. Außerdem haben sie ein sehr lautes Organ. So standen wir mitten im stockdunklen gruseligen Regenwald, umgeben von riesigen Bäumen nur mit einer Taschenlampe in der Hand und dann machen die Kiwis ihre komischen Schreiartigen Geräusche .. Nach fast 2 Stunden haben wir die Hoffnung schon aufgegeben, da selbst bei Touren mit Guide nur knapp eine Chance von rund 20% besteht wirklich einen Kiwi life zu sehen .. Und wir hatten keinen Guide und keine Ahnung. So waren wir laut, hatten unsere Taschenlampe an und dann haben wir was laufen gehört. Neben uns so 3 Meter weiter im Wald stand tatsächlich ein Kiwi, wo wir es angeleuchtet haben, ist es immer weiter weggelaufen und irgendwann haben wir es leider ganz verloren .. Voller Freude sind wir weitergelaufen, haben gelacht, waren laut und auf einmal mitten auf einer Riesen Wiese stand direkt vor uns noch ein Kiwi. Aber da wir so laut waren und wo wir es dann angeleuchtet haben, ist es auch schon wie der Wind weggerannt .. Wir also hinterher gerannt. Im Wald neben dran hat es dann gehockt. Wirklich ein schönes Erlebnis, gleich 2 Kiwis zu sehen ! 
Außerdem haben wir noch 2 Opossums gesehen, aber die sieht man ja überall. 

Nun steht wieder eine Woche Arbeit vor meiner Tür, die Pflanzen warten schon auf mich. 
Cheers, eure Sandra :)